Frauenschuhgebiet Martinau
im Tiroler Lechtal

Seltene Orchideen im Naturpark Lechtal entdecken – Europas größtes zusammenhängendes Frauenschuhgebiet besuchen.

Quick Check
Hunde erlaubtKostenlosMit Öffis erreichbarNatur erlebenRundtour

Der Frauenschuh Rundweg

Blütezeit nur von ca. Mitte Mai bis ca. Mitte Juni.

Schwierigkeit: leicht

Gehzeit: mind. 30 Min. (je nach Interesse bis zu 1 Std.)
Weglänge: Der Hauptweg ist ca. 460 Meter lang und als Rundweg angelegt.
Dazwischen gibt es zusätzliche Zwischenwege und schmale Pfade.

Das Frauenschuhgebiet in der Martinauer Au zählt zu den beeindruckendsten Naturerlebnissen im Tiroler Lechtal. Auf einem ca. 460 Meter langen Hauptweg könnt ihr durch einen schattigen Auwald spazieren und dabei eine der seltensten heimischen Orchideen entdecken. Das Naturschutzgebiet beherbergt Europas größtes zusammenhängendes Frauenschuhvorkommen und begeistert besonders während der Blütezeit von Mitte Mai bis Mitte Juni. Die kurzen Wege machen den Rundgang für nahezu alle Altersgruppen geeignet und bieten eine ideale Gelegenheit, die einzigartige Pflanzenwelt des Naturparks Lechtal kennenzulernen.

Kontaktinfos

Gemeinde Elmen
Elmen 2
6644 Elmen
Tel. +43 5635 297
gemeinde@elmen.at

Lechtal Tourismus
Dorf 46
6652 Elbigenalp
Tel. +43 5634 5315
info@lechtal.at

Das Frauenschuhgebiet im Tiroler Lechtal

Lage: Martinauer Au bei Martinau im Tiroler Lechtal (zwischen Vorderhornbach und Elmen)

Besonderheit: 
Europas größtes zusammenhängendes Frauenschuhgebiet
Blütezeit: Nur ca. Mitte Mai bis ca. Mitte Juni

Rundweg durch schattigen Auwald
Fläche: rund 2,4 Hektar

Leicht begehbare Wege
Barrierefreier Wegabschnitt vorhanden

Das Frauenschuhgebiet in der Martinauer Au ist ein einzigartiges Naturjuwel im Naturpark Tiroler Lechtal. Die hier vorkommende Orchideenart, der Frauenschuh (Cypripedium calceolus), zählt zu den schönsten und seltensten Wildorchideen Europas. In Österreich gilt die Pflanze als gefährdet und steht unter besonderem Schutz der Tiroler Naturschutzverordnung.

Vom Parkplatz führt ein kurzer Fußweg von etwa 450 Metern durch den Wald bis in das eigentliche Schutzgebiet. Dort laden mehrere kleine Rundwege dazu ein, die besondere Pflanzenwelt aus nächster Nähe zu erleben. Während der Blütezeit verwandeln tausende Frauenschuh-Orchideen den Auwald in ein außergewöhnliches Naturschauspiel.

Zur Orientierung stehen drei unterschiedlich markierte Wege zur Verfügung. Die rote Runde (ca. 460 m) bildet den Hauptweg; dazwischen verlaufen immer wieder schmale Zwischenpfade, teilweise über Wurzelbereiche. Die blaue Runde (ca. 170 m) zweigt rechts vom Eingang ab, die gelbe Runde (ca. 180 m) führt links vom Eingang und ist besonders gut zu Beginn der Blütezeit geeignet. Der weiße Weg (ca. 90 m) ist barrierefrei angelegt und führt zu einer Sitzbank.

Neben den berühmten Frauenschuh-Orchideen wachsen in der Martinauer Au zahlreiche weitere Pflanzenarten wie das Rundblättrige Wintergrün und große Bestände an Maiglöckchen. Die Kombination aus seltenen Orchideen, naturnahem Auwald und ruhiger Atmosphäre macht das Gebiet zu einem besonderen Ausflugsziel für Naturfreunde, Fotografen und Pflanzenliebhaber.

Verhaltensregeln im Schutzgebiet:
Zum Schutz dieses wertvollen Lebensraums werden alle Besucher gebeten, die markierten Wege und Pfade nicht zu verlassen. Besonders beim Fotografieren ist darauf zu achten, stets auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben. Das Pflücken, Ausgraben oder Mitnehmen von Pflanzen ist streng untersagt. Ebenso dürfen keine Abfälle zurückgelassen werden. Nur durch einen respektvollen Umgang kann dieses einzigartige Naturerlebnis auch für kommende Generationen erhalten bleiben. 
Fotografieren ist erlaubt – bitte ausschließlich von den Wegen aus.

Der Rückweg erfolgt über die Rundwege zurück zum Parkplatz.

Wo gibt es Parkmöglichkeiten?

Etwa 450 bis 500 Meter vom eigentlichen Frauenschuhgebiet entfernt befindet sich im Auwald der "Frauenschuh Parkplatz" für Besucher des Schutzgebiets.

Eine weitere Parkmöglichkeit bietet das Badino Freibad in Vorderhornbach. Von dort sind es rund 1 km Fußweg bis zum Frauenschuhgebiet Martinau im Naturpark Lechtal.

Tipps für die Anreise

Von Vorderhornbach kommend fahrt ihr am Ortsende über die Brücke auf die Martinauer Landesstraße. Die Parkmöglichkeiten für das Frauenschuhgebiet Martinau sind bereits ausgeschildert.

Von Elmen bzw. Martinau kommend folgt ihr der Martinauer Landesstraße durch den Weiler Martinau. Auch aus dieser Richtung weisen Hinweisschilder frühzeitig zu den Parkmöglichkeiten beim Frauenschuhgebiet.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Öffis)

Für eine nachhaltige Anreise empfiehlt sich die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Das Frauenschuhgebiet Martinau ist bequem mit dem Regionalbus erreichbar. Die nächstgelegenen Haltestellen sind „GH Kreuz“ in Vorderhornbach sowie „Elmen Martinau“. Beide werden von der Buslinie 110 (Reutte – Weißenbach am Lech – Elbigenalp – Steeg – Warth – Lech und retour) bedient.

Von beiden Bushaltestellen gelangt ihr in etwa 8–10 Minuten zu Fuß zum Eingang des Frauenschuhgebiets Martinau.

Lage im Tiroler Lechtal

Das Frauenschuhgebiet liegt im Tiroler Lechtal zwischen den Orten Vorderhornbach und Elmen im Weiler Martinau.

Es befindet sich inmitten einer ruhigen Aulandschaft im Naturpark Lechtal.

Direkt in der Nähe verlaufen sowohl der Lechradweg als auch der bekannte Lechweg-Weitwanderweg. Damit ist das Gebiet ideal in das regionale Wander- und Radwegenetz eingebunden.

Häufig gestellte Fragen

Wo liegt das Frauenschuhgebiet Martinau?

Das Frauenschuhgebiet Martinau liegt im Tiroler Lechtal zwischen Vorderhornbach und Elmen im Weiler Martinau und befindet sich in einer Auen- und Waldlandschaft.

Wann blüht der Frauenschuh im Lechtal?

Der Frauenschuh (Cypripedium calceolus) blüht im Tiroler Lechtal in der Regel von ca. Mitte Mai bis ca. Mitte Juni. Die genaue Blütezeit hängt stark von der Witterung und den Temperaturen ab und kann sich jährlich leicht verschieben.

Ist das Frauenschuhgebiet barrierefrei?

Das Frauenschuhgebiet Martinau ist nur teilweise barrierefrei. Ein kurzer Wegabschnitt ist gut und eben begehbar, das gesamte Wegenetz im Auwald ist jedoch naturbelassen und nicht durchgehend barrierefrei. Der barrierefreie Abschnitt ist auf der Karte weiß gekennzeichnet.

Wie lange dauert der Rundgang durch das Frauenschuhgebiet?

Der Rundgang durch das Frauenschuhgebiet Martinau dauert je nach Interesse und Aufenthaltsdauer etwa bis zu einer Stunde. Je mehr Zeit ihr euch für Beobachtungen und das Entdecken der Wege nehmt, desto länger kann euer Besuch ausfallen.

Darf man im Frauenschuhgebiet fotografieren?

Ja, Fotografieren ist im Frauenschuhgebiet Martinau grundsätzlich erlaubt. Bitte bleibt dabei unbedingt auf den markierten Wegen, berührt die Pflanzen nicht und vermeidet jegliche Beschädigungen.

Ist der Frauenschuh geschützt?

Ja, der Frauenschuh (Cypripedium calceolus) ist in Österreich streng geschützt und gilt als gefährdete Art (Stufe 3). Jede Beschädigung, das Pflücken oder Ausgraben der Pflanzen im Frauenschuhgebiet ist verboten und wird umgehend angezeigt sowie strafrechtlich verfolgt.

Ist das Frauenschuhgebiet für Kinder geeignet?

Ja, das Frauenschuhgebiet Martinau ist grundsätzlich auch für Kinder geeignet, sofern sie sich ruhig und aufmerksam auf den markierten Wegen bewegen. Der Rundgang ist kurz und leicht begehbar, jedoch sollte auf eine aufmerksame Begleitung geachtet werden, da es sich um ein sensibles Schutzgebiet handelt. Die Pflanzen dürfen nicht angefasst werden, und herumtoben ist nicht angebracht – das Schutzgebiet ist kein Spielplatz.

Sind Hunde im Frauenschuhgebiet erlaubt?

Hunde sind im Frauenschuhgebiet Martinau nicht erlaubt. Zum Schutz der sensiblen Pflanzen- und Tierwelt ist der Zugang ausschließlich Personen vorbehalten, die sich an die Schutzbestimmungen halten.

Gibt es Parkmöglichkeiten beim Frauenschuhgebiet

Ja, im Bereich des Frauenschuhgebiets Martinau gibt es ausgewiesene Parkmöglichkeiten am Rand bzw. in unmittelbarer Nähe des Schutzgebiets. Die Parkplätze sind gut ausgeschildert und liegen außerhalb des sensiblen Auwalds.

Warum heißt die Pflanze Frauenschuh?

Der Name „Frauenschuh“ stammt von der auffälligen Form der Blüte der Orchidee (Cypripedium calceolus). Die Blüte bildet eine sackartige, schuhähnliche Form, die an einen kleinen Pantoffel erinnert. In der Region wird der Frauenschuh auch liebevoll und regionaltypisch als „Kriemhilds Helm“ bezeichnet.